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Teamfahrerinterview

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Matthias /Matze Vogt (ARBOR Europe)

 

 

F:       Hey Matze, wie bist Du eigentlich zu ARBOR gekommen?

M:      Alles begann damit, dass die Zusammenarbeit mit meinem damaligen 

Brettsponsor nicht mehr so prickelnd war. Da schlug Flo Bechert, Boardshop Freiburg, vor, mich doch mit mal mit ARBOR in Verbindung zu setzen, da ARBOR qualitativ extrem hochwertige Bretter haben und gerade nach einem neuen Fahrer suchten. Er rief den Inhaber, Gregor Common an und der gab seinem Team Manager Bescheid.
Der erste Kontakt kam über einen Materialtest am Hintertuxer Gletscher zustande, an welchem ich dann den Team Manager von ARBOR Europe, Andy Rieger, kennen lernte.
Dort fuhr ich das Draft 158,5; damals das erste Rocker-Board von ARBOR. Das Brett hatte es mir direkt angetan und mich mit seinen Fahreigenschaften mal richtig überzeugt. Von da an wollte ich nichts anderes mehr fahren. Und bei den Jungs von ARBOR fühle ich mich wie zu Hause, one big family, und es macht super Spaß, mit denen zusammen zu arbeiten.

 

Andy Rieger ist der Teammanager von ARBOR Europe und somit der erste Ansprechpartner für Matze, wenn es ums Snowboarden geht.

 

F.:       Andy, sei gegrüßt! Kannst Du Matze bitte kurz in ein paar Sätzen charakterisieren?

A.:       Matze ist ein sehr besonderer Charakter. Und natürlich liebt er das Snowboarden, gesund zu leben, und er bleibt seinen Style treu. Er fährt ungemein gut und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Er lässt sich beim Boarden von keinem schlechten Wetter oder miesen Bedingungen beeindrucken, und er findet immer seinen Spass im Schnee. Wir sind happy, einen super motivierten Rider wie Matze Vogt in unserem Team zu haben.

 

F.:       Matze, jetzt erzähl Du doch mal über Dich! Wo kommst Du her? Wie alt bist Du? Was machst Du? Wie lange snowboardest Du schon?

A.:       Ich komme ursprünglich aus Waldshut, bin dann für das Studium nach Freiburg gegangen und nun für ein Jahr nach Innsbruck gezogen. Ich bin 24 Jahre alt und fahre so um die 11 Jahre.

 

F.:       Was hat dich dazu bewegt, von Freiburg in Europas Snowboard-Mekka Innsbruck zu ziehen? Das Medizinstudium oder war es doch eher wegen des Snowboardens?

A:        Innsbruck ist eine richtig schöne Stadt. Und die Dichte an guten Gebieten und Ridern ist hier wahnsinnig hoch. Dieses Jahr hat sich dann für mich die Möglichkeit geboten, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Und da konnte ich nicht widerstehen und habe die Chance genutzt.

 


F.:       Wie lässt sich das vereinen? Medizin studiert man ja nicht einfach nebenher?

A:        Es ist wie so oft eine Frage des Managements. Bis jetzt hat es ganz gut geklappt, neben dem Studium zu boarden. Ich hoffe, ich bekomme das weiter so hin. Leider muss ich aber gut was dafür tun. Wenn ich dann aber trotzdem fahren gehen kann, bin ich dafür aber auch voll motiviert. Und so funktioniert das Ganze dann auch.

 

F.:       Hast Du vor, in IBK zu bleiben? Wie sehen deine weiteren Pläne aus?

A:        Mein Traum wäre es irgendwie schon, hier zu bleiben. Leider ist meine Zeit hier wie gesagt nur auf ein Jahr begrenzt, und so werde ich dann nächsten Winter wieder in Freiburg sein, um mein Studium zu beenden. Aber es gibt ja später auch noch die Möglichkeit, hier einmal zu arbeiten. Mal sehen wo ich letztendlich landen werde.

 

F.:       Im Frühjahr 2008 hast Du ja bei der Snowpark Tour um Haaresbreite den ersten Platz verpasst. Bei der Chill and Destroy Tour kennt man Dich auch nur zu gut als den Abräumer schlechthin. Worauf ich hinaus will ist eigentlich, dass Dir deine Erfolge bei Contests das eine oder andere Türchen geöffnet haben. Bei welcher Tour wird man dich dieses Jahr sehen können?

A.:       In Zukunft möchte ich mich auch bei größeren Contests, wie BEO oder O`Neill Evolution, versuchen und hoffe auch dort, ziemlich weit oben mitmischen zu können. Ich werde auch bei der ARC starten.
Das eine oder andere Türchen ist - klar - schon aufgegangen, vor allem sponsortechnisch bin ich mittlerweile versorgt und glücklich darüber.

 

F.:       Welche Tricks möchtest Du in dieser Saison unbedingt lernen?

A:        Ich möchte auf jeden Fall alle 10er technisch richtig save haben. Und Double Cork Sachen habe ich Lust zu lernen. Dass die Tricks auch stylisch sind, ist besonders wichtig.

 

F.:       Welche Tricks magst Du gar nicht? Und warum?

A:             Krasses Rail-Zeugs, da ich lieber in den Bergen bin, um Pow und Kicker zu genießen.

 

F.:       Erzähle uns doch mal, mit wem Du meistens so beim Shredden unterwegs bist!

A:        Den Shredbuddie schlechthin gibt es so nicht. Da es mir häufig so geht, dass ich in der Uni spontan entscheide, mich in der nächsten Pause zu verabschieden, um mich noch ein bisschen auszutoben, gehe ich häufig alleine los. Meistens trifft man dann aber eh immer jemanden, mit dem man heizen kann.

 

F.:       Wer oder was pusht Dich, oder was beeinflusst dein Riding am meisten?

A:        Filme und Magazine, in denen ich neue Sachen entdecke. Fahrer die kreativ sind, richtig gut in jedem Gelände fahren und denen es auch mal Spaß macht, beim Fahren zu zusehen.

 

F.:       Was machst Du am liebsten, wenn Du nicht die Möglichkeit hast, auf dem Snowboard zu stehen?

A:        Wenn ich nicht auf dem Snowboard stehen kann, genieße ich mit anderen Sportarten (Biken, Klettern) die Natur und das Draußen Sein.

 

F.:       Was ist für Dich das wichtigste beim Snowboarden?

A.:       Spaß und Fliegen.

 

F.:       Danke für das Interview! Hier kannst Du noch eine Message loslassen.

A:        Ich bin nicht so der Mann großer Worte. Aber bedanken möchte mich ich auf jeden Fall bei meinen Sponsoren (ARBOR Snowboards, Smith, Boardshop, NikeACG), meiner Familie, die mich unterstützt, Menschen die an mich glauben und bei meiner Freundin.