F.: Wie lässt sich das vereinen? Medizin studiert man ja nicht einfach nebenher?
A: Es ist wie so oft eine Frage des Managements. Bis jetzt hat es ganz gut geklappt, neben dem Studium zu boarden. Ich hoffe, ich bekomme das weiter so hin. Leider muss ich aber gut was dafür tun. Wenn ich dann aber trotzdem fahren gehen kann, bin ich dafür aber auch voll motiviert. Und so funktioniert das Ganze dann auch.
F.: Hast Du vor, in IBK zu bleiben? Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
A: Mein Traum wäre es irgendwie schon, hier zu bleiben. Leider ist meine Zeit hier wie gesagt nur auf ein Jahr begrenzt, und so werde ich dann nächsten Winter wieder in Freiburg sein, um mein Studium zu beenden. Aber es gibt ja später auch noch die Möglichkeit, hier einmal zu arbeiten. Mal sehen wo ich letztendlich landen werde.
F.: Im Frühjahr 2008 hast Du ja bei der Snowpark Tour um Haaresbreite den ersten Platz verpasst. Bei der Chill and Destroy Tour kennt man Dich auch nur zu gut als den Abräumer schlechthin. Worauf ich hinaus will ist eigentlich, dass Dir deine Erfolge bei Contests das eine oder andere Türchen geöffnet haben. Bei welcher Tour wird man dich dieses Jahr sehen können?
A.: In Zukunft möchte ich mich auch bei größeren Contests, wie BEO oder O`Neill Evolution, versuchen und hoffe auch dort, ziemlich weit oben mitmischen zu können. Ich werde auch bei der ARC starten.
Das eine oder andere Türchen ist - klar - schon aufgegangen, vor allem sponsortechnisch bin ich mittlerweile versorgt und glücklich darüber.
F.: Welche Tricks möchtest Du in dieser Saison unbedingt lernen?
A: Ich möchte auf jeden Fall alle 10er technisch richtig save haben. Und Double Cork Sachen habe ich Lust zu lernen. Dass die Tricks auch stylisch sind, ist besonders wichtig.
F.: Welche Tricks magst Du gar nicht? Und warum?
A: Krasses Rail-Zeugs, da ich lieber in den Bergen bin, um Pow und Kicker zu genießen.
F.: Erzähle uns doch mal, mit wem Du meistens so beim Shredden unterwegs bist!
A: Den Shredbuddie schlechthin gibt es so nicht. Da es mir häufig so geht, dass ich in der Uni spontan entscheide, mich in der nächsten Pause zu verabschieden, um mich noch ein bisschen auszutoben, gehe ich häufig alleine los. Meistens trifft man dann aber eh immer jemanden, mit dem man heizen kann.
F.: Wer oder was pusht Dich, oder was beeinflusst dein Riding am meisten?
A: Filme und Magazine, in denen ich neue Sachen entdecke. Fahrer die kreativ sind, richtig gut in jedem Gelände fahren und denen es auch mal Spaß macht, beim Fahren zu zusehen.
F.: Was machst Du am liebsten, wenn Du nicht die Möglichkeit hast, auf dem Snowboard zu stehen?
A: Wenn ich nicht auf dem Snowboard stehen kann, genieße ich mit anderen Sportarten (Biken, Klettern) die Natur und das Draußen Sein.
F.: Was ist für Dich das wichtigste beim Snowboarden?
A.: Spaß und Fliegen.
F.: Danke für das Interview! Hier kannst Du noch eine Message loslassen.
A: Ich bin nicht so der Mann großer Worte. Aber bedanken möchte mich ich auf jeden Fall bei meinen Sponsoren (ARBOR Snowboards, Smith, Boardshop, NikeACG), meiner Familie, die mich unterstützt, Menschen die an mich glauben und bei meiner Freundin.